Vereinsführung

Seit 2011 besteht die Vereinsspitze aus drei ersten Vorsitzenden: Dieter Bär, Marco Nolde und Peter Winterhalter. Um die Vorstandschaft so zu gestalten, dass nicht ein einzelner alle Last zu tragen hat, war eine Satzungsänderung notwendig. Drei erste Vorsitzende sollen sich die Arbeitsbereiche zukünftig teilen. Man wünscht sich eine konstruktiv kritische Gesprächskultur und eine noch größere Identifikation mit dem Verein. Außerdem stehe im Mittelpunkt nicht nur die weitere Integration von Jugendlichen in die Kapelle sondern auch eine Kampagne zur Reaktivierung von ehemaligen Musikern.

Von 2005 bis 2011 führte Doris Winterhalter als erste Frau die Geschicke des Vereins. Vor allem ihre charmante Art in der Öffentlichkeit und ihre Verbundenheit zur Tradition, die sich auch in ihren alemannisch geprägten Ansprachen zeigte, gab dem Musikverein Schlatt eine besondere Note.

Bernhard Weiher prägte von 1993 bis 2005 zwölf Jahre lang als Vorsitzender das Vereinsleben. Zuvor hatte er ein Jahr als passiver Beisitzer und „Zugezogener“ das Geschehen beobachtet und die Schlatter kennen gelernt. Als „Mädchen für alles“ lagen bis zu diesem Zeitpunkt alle Fäden – aber auch alle Verantwortung  - in der Hand des ersten Vorsitzenden. So war er maßgeblich daran beteiligt, mit der Vorstandschaft 1997 eine Geschäftsordnung zu entwickeln, die die Lasten auf mehreren Schultern verteilt. Die Ressorts Blasmusikwesen, Geschäftsverkehr/Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen, Finanzen und Ausbildung/Jugend wurden von Vorstandsmitgliedern in Eigenverantwortlichkeit übernommen. Wichtig war Bernhard Weiher dabei vor allem die Jugendausbildung. In Zusammenarbeit mit Marco Nolde und der Musikschule Südlicher Breisgau baute er in dieser Zeit ein im ganzen Verband angesehenes Konzept auf, das die kleinsten Kinder musikalisch bis ins Gesamtorchester begleitet (siehe „die Jugend im Musikverein Schlatt). Schließlich gab er lange Jahre nicht nur den Takt der Vereinsführung an, sondern konnte auch als aktiver Schlagzeuger gewonnen werden. Bei vereinseigenen Festen war er zudem oft als Tanz- und Unterhaltungsmusiker mit dem „Duo Weiher“ engagiert.

 

Von 1984 bis 1993 hatte Franz Isenmann das Amt des ersten Vorsitzenden inne. Er unterstützte mit allen Kräften den jeweiligen Dirigenten bei seiner Jugendarbeit. Viel sinnvolle Neuerung und Verbesserungen wurden in seiner Amtszeit verwirklicht, u.a. wurde auch der "Alemannische Abend" in Leben gerufen sowie partnerschaftliche Beziehungen zur "Harmonie d' Eguisheim" aus dem benachbarten Elsaß aufgenommen. 
Im April 1991 wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über die neu formulierte Vereinssatzung abgestimmt. Anlass dafür war nach dem Inkrafttreten des neuen Vereinsförderungsgesetzes das Erlangen der Gemeinnützigkeit. Die aus dem Jahr 1919 stammende erste Vereinssatzung musste auch in vielen formalen und organisatorischen Punkten auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden. 

Die 70ger Jahre
Die Zeit des ersten Vorsitzenden und Orgelbauers Friedhelm Fischer war geprägt von vielen Neuerungen. Dank der großen Zahl von Kindern und Jugendlichen, die man fürs Musizieren gewinnen konnte, hatte man ab 1973 im relativ neuen Schulhaus die Möglichkeit, größere Veranstaltungen abzuhalten. So lud der Musikverein in diesem Jahr zur Weihnachtsfeier das erste Mal ins Schulhaus ein, denn bis dato fanden diese immer im Nebenzimmer des Gasthauses Hirschen statt. 1974 folgten dann die närrischen Fasnetsveranstaltungen mit einem bunten Programm, in das jeder seine Ideen einbringen konnte. Neben den Quellenbätschern, den Bachsängern, den Musikern Kurt und Franz,  waren vor allem Emil und Baschi, unsere zwei noch Aktiven Albert und Fritz, bald über den Ort hinaus wohl bekannt durch ihre schlagkräftigen politischen Darbietungen, die sie auch im Kernort zum Besten gaben. Hinzu kam 1977 unter dem Vorsitz von Walter Maier das erste Zwiebelkuchenfest, bei dem zu Tanz und Unterhaltung eingeladen wurde. Im Jahre 1979 konnte der Verein sein 60-jähriges Jubiläum begehen. Die Feierlichkeiten gestalteten sich zu einem viel beachteten Ereignis, insbesondere der Bunte Unterhaltungsabend mit dem Solisten Walter Scholz und den "Original Schwarzwaldmusikanten" unter der Leitung von Rolf Schneebiegl bildete dabei den Höhepunkt. Die 70er Jahre werden vor allem auch den Jugendlichen in Erinnerung geblieben sein, die bei den einwöchigen Sommerlagern auf der Lebererhütte im Elsass dabei waren. Weitere wichtige Termine waren 1971 die Eintragung ins Vereinsregister und 1975 die Anschaffung von Uniformen.

Die 60ger Jahre
Schon Anfang der 60er Jahre wussten die Schlatter richtig zu „festeln“. Mit ihrem Quellenfest am Lazariterberg - das erste fand im Mai 1962 unter dem Vorsitzenden Oskar Zeller statt - hatten sie schon damals einschlagenden Erfolg. Der erste dreitätige Vereinsausflug wurde mit dem Vorsitzenden Karl Häußler im Jahr 1967 nach Fellinghausen im Siegerland unternommen. Weitere folgten in den Jahren 70,74,77,83 und 96 nach St. Leonhardt in der Schweiz, nach Paris, in die Schweiz, nach München und das letzte Mal nach Prag. Das große 50-jährige Vereinsjubiläum im Mai 1969 wurde mit großem Festumzug unter der Leitung von Vorstand Eugen Seywald gemeistert.

 

Vorstände des Musikverein Schlatt

von der Vereinsgründung bis heute:

 

 

                        Anton Münkel                         1919 - 1925

                        Viktor Stenzel                         1925 - 1935

                        Rudolf Geiser                          1935 - 1939

                        Georg Rhino                            1950 - 1952

                        Josef Hermann                        1952 - 1954

                        Alfons Kind                             1954 - 1960

                        Oskar Zeller                            1960 - 1964

                        Karl Häußler                            1964 - 1968

                        Eugen Seywald                        1968 - 1972

                        Friedhelm Fischer                     1972 - 1976

                        Walter Maier                            1976 - 1980

                        Hubert Weber                          1980 - 1984

                        Franz Isenmann                       1984 - 1993

                        Bernhard Weiher                      1993 - 2005
                        Doris Winterhalter                    2005 - 2011

                       Dieter Bär                           
                       Marco Nolde                           2011 - heute
                       Peter Winterhalter